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Insurtechs: Fluch oder Segen für Versicherungsmakler?

Beitrag erstellt am 02.04.2019
In den letzten Jahren drängen verstärkt neue Insurtechs in den Markt. Manche werden als Fluch für den Versicherungsvermittler empfunden, andere wiederum als Segen. Viele davon werden wieder verschwinden, einige werden sich jedoch etablieren und bleiben! Eines haben Insurtechs aber gemeinsam: Sie treiben die Digitalisierung unserer in dieser Hinsicht veralteten, analogen Branche massiv voran – und das ist gut so!
-Rainer Vogelmann, Geschäftsführer DMG
Rainer Vogelmann, Geschäftsführer DMG
Weltweit fließen derzeit beachtliche Millionenbeträge in erfolgsversprechende Insurtechs, die die Versicherungsbranche digitalisieren und im Versicherungsbereich ein völlig neues und bequemes Nutzererlebnis etablieren wollen. „Das ist, was die Kunden wollen und deswegen bekommen sie es auch“, lautet die Devise. Einige dieser Insurtechs wenden sich in ihrem Geschäftsmodell dabei direkt an den Kunden, andere fahren lieber integrativ und mehrgleisig.
Erfolgreiche Insurtechs haben aufgrund ihrer hohen Kapitalisierung, der technischen Möglichkeiten und ihres völlig neuen Zugangs zum Nutzererlebnis ein hohes Potential, um beim Kunden zu reüssieren! Versicherungsmakler bzw. Maklergruppierungen, die den Schritt wagen eine Kooperation mit einem erfolgsversprechenden Insurtech einzugehen, werden weiterhin mittel- und langfristig erfolgreich am Markt tätig sein können. Diejenigen, die sich neuen Wegen verschließen und weiter ihr althergebrachtes Geschäftsmodell betreiben wollen, werden es künftig sehr schwer haben, am Markt zu bestehen. Vergleichbar ist diese Situation mit dem Verschwinden der Greißler in den späten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts!
Eines muss klar gesagt werden: Die Auswahl des richtigen Insurtechs als potenziellen Kooperationspartner für das eigene Unternehmen ist essenziell! Natürlich ist es für einen Versicherungsmakler nicht einfach, ein über Jahre hinweg erfolgreich funktionierendes Geschäftsmodell zu adaptieren – vor allem, weil auch die Beraterkompetenz immer noch sehr gefragt ist. Das Eine schließt jedoch das Andere nicht aus!
Speziell zu Beginn einer Kooperation gibt es sicherlich Reibungspunkte, die überwunden werden müssen – treffen doch seit Langem gewohnte, oftmals noch „analoge“, Unternehmenskulturen auf frische, auf den ersten Blick gesehen vielleicht auch unorthodoxe Herangehensweisen. Aber wir alle wissen: Reibung erzeugt Energie. Und diese Energie hilft uns nicht nur, diese Hürden zu überwinden, sondern das eigene Unternehmen auf stabile Beine zu stellen und in eine erfolgreiche Zukunft zu segeln.
Um mit einem bildhaften Vergleich zu schließen: Es ist wichtig am Ozean der Digitalisierung aktiv als Kapitän am Dampfer zu sitzen und nicht passiv im Rettungsboot.

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